EU Führerschein ab 100,-EUR

Am häufigsten gestellte Fragen

Ab wann kann eine MPU nach dem Führerscheinentzug erfolgen?

Die Entscheidung, ob eine MPU erfolgt und unter welchen Voraussetzungen demnach eine Neuerteilung des Führerscheins erfolgen kann – mit oder ohne die Auflage einer MPU – hängt in Deutschland allerdings von der jeweiligen persönlichen Sachlage ab. Auf Grund dessen ist eine allgemeingültige Antwort auf diese bedeutende Frage nicht pauschal möglich. Hierzu kann genaueres ein Anwalt, der Kenntnis der exakten Sachlage hat oder die Führerscheinbehörde Auskunft erteilen.

Ab wieviel Promille wird eine MPU zur Bedingung?

Seit einem Gerichturteil des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg im Januar 2014 droht Alkoholsündern am Steuer nun bereits ab 1,1 Promille die medizinisch-psychologische Untersuchung. In Baden-Württemberg und Bayern wird diese Grenze bereits konsequent für die Auferlegung einer MPU eingehalten. In den anderen Bundesländern kann ab 1,1 Promille gleichermaßen die MPU als Vorrausetzung verlangt werden. Allerdings unterliegt die Entscheidung, ob eine MPU erforderlich ist oder nicht, noch der Rechtsprechung des jeweiligen Bundeslandes und möglichen Voreintragungen wegen Alkoholmissbrauch. Sollten wiederholte Alkoholfahrten oder die Annahme von Alkoholmissbrauch oder gar Alkoholabhängigkeit vorliegen, dann gilt bereits eine Grenze von 0,5 Promille.

Ab wann ist eine MPU nach einer Alkoholfahrt möglich?

Die Auflage einer MPU erfolgt von der Führerscheinbehörde. Maßgeblich hierfür ist mit wieviel Promille die Alkoholfahrt begangen wurde. Bei mehr als 1,1 Promille im Straßenverkehr bedeutet das meist unvermeidlich den Führerscheinentzug in Verbindung mit einer Sperrfrist. In dieser Zeit ist eine Neubeantragung des Führerscheins gänzlich nicht möglich.

Je nach Schwere des Vergehens und ob bereits mehrere Alkoholfahrten festgestellt worden sind, verhält sich die Dauer der Sperrfrist: Von lediglich 3 Monaten bis hin zu 5 Jahren. Hierbei entscheiden die Gerichte von Fall zu Fall. Bei besonders schlimmen Fällen kann unter Umständen eine lebenslängliche Sperrfrist verhängt werden. Für alle anderen Fälle gilt: Eine Wiedererteilung kann frühestens 3 Monate vor Ablauf der Sperrfrist beantragt werden. Die Notwendigkeit einer MPU zum Wiedererlangen des Führerscheins entscheidet am Ende die Führerscheinbehörde. Allerdings ab dem oben genannten Promillewert sollte mit der Auflage zur MPU gerechnet werden.

Wie lange ist die Gültigkeitsdauer von EU-Führerscheinen?

Seit Januar 2013 haben europäische Führerscheine ein Verfallsdatum: 15 Jahre für PKW und Krafträder und 5 Jahre bei LKW- und Bus-Führerscheinen. Alle Führerscheine, die nach dem 19. Januar 2013 ausgestellt worden sind, haben seit der Gesetzesänderung eine Befristung, die nach Ablauf der Zeit eine Erneuerung verlangt. Allerdings sind auch die vor diesem Datum ausgestellten Führerscheine begrenzt: Am 19. Januar 2033 sollen spätestens alle Führerscheine erneuert worden sein.

Im Zuge der Erneuerung ist jedoch bislang keine Rede von einer neuen Fahrprüfung, lediglich das Dokument und somit auch das Foto soll aktualisiert werden nach Ablauf der Befristung. Beim Umtausch bleiben alle Rechte der bestehenden Fahrerlaubnis erhalten. Das neue Gesetz wird durch die dritte Führerscheinrichtlinie geregelt, die für 27 EU-Staaten bindend ist.

Die Neuregelung hat zum Hintergrund den wachsenden Führerschein-Tourismus. Derzeit ist es Bewohnern möglich, nach Verlust des Führerscheins im eigenen Land, eine neue Fahrerlaubnis aus einem anderen EU-Mitgliedstaat zu erwerben. Mit dieser Befristung möchte der Rechtstaat dem entgegen wirken. Des Weiteren geht es bei der stetigen Erneuerung des Dokumentes auch um seine Fälschungssicherheit. Sollte der Termin im Jahr 2033 bzw. die Befristung in Vergessenheit geraten, drohen immerhin keine bitteren Konsequenzen: Ein Verwarnungsgeld wird erhoben und die Auflage der umgehenden Verlängerung.

Ist ein ungarischer EU-Führerschein auch in Deutschland gültig?

Laut einem Urteil aus dem April 2012 vom Europäischen Gerichtshof ist ein im Ausland neu erworbener EU-Führerschein unbedingt anzuerkennen. Allerdings beinhaltet die Rechtskräftigkeit in Deutschland, dass keine gültiger deutscher Führerschein zum Zeitpunkt des Erwerbs in Ungarn besteht. Des Weiteren müssen etwaig auferlegt Sperrfristen in Deutschland abgegolten sein zum Zeitpunkt der Neuausstellung im EU-Nachbarland.

Darüber hinaus ist eine Meldefrist von mindestens sechs Monaten (185-Tage-Regelung) zwingende Voraussetzung zur einwandfreien Anerkennung des Führerscheins aus Ungarn. Diese Auflage wird als Wohnsitzprinzip betitelt und kann bei Nichteinhaltung den Verlust der ungarischen EU Fahrberechtigung in Deutschland zur Folge haben. Mit dem Urteil des Gerichtshofs aus dem Jahr 2012 wird die uneingeschränkte Mobilität innerhalb der Europäischen Union unterstrichen. Nationales Recht ist auf Grund dessen nachrangig.

In welchen Ländern gilt der europäische Führerschein?

Laut der dritten Führerscheinrichtlinie ist der EU-Führerschein für 27 EU-Staaten bindend anzuerkennen (alphabetische Reihenfolge): Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Vereinigtes Königreich (Großbritannien und Nordirland), Irland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn, Zypern

Muss ein EU-Führerschein in Deutschland umgeschrieben werden?

Der EU-Führerschein muss nicht für Deutschland umgeschrieben werden. Jedoch hat sich eine generelle Umschreibepflicht aus der Gesetzesänderung vom 19. Januar 2013 für ältere EU-Fahrerlaubnissen ergeben. Da jeder neu ausgestellte EU-Führerschein ab dato nur noch eine Gültigkeit von 15 Jahren besitzt, wurde auch für ältere EU-Fahrberechtigungen eine Frist zur Umschreibung auferlegt: 19. Januar 2033.

Überdies hinaus besteht allerdings keine Auflage zur nationalen Umschreibung, da laut der dritten Führerscheinverordnung die EU Fahrerlaubnis für 27 EU-Staaten Gültigkeit besitzt und unbedingt anzuerkennen ist – sofern in Deutschland keine Sperrfrist nach dem Entzug des deutschen Führerscheins mehr existiert.

Seit wann gibt es den EU-Führerschein?

Durch die Einführung der Führerscheinrichtlinie vom 01. Juli 1996 ist die EU-weit einheitliche Verordnung in Kraft getreten und somit zugleich die Vereinheitlichung der Führerscheinklassen. Am 01. Januar 1999 wurde die europaweite Klasseneinteilung in deutsches Recht umgesetzt. Seit diesem Datum wird der Führerschein ausschließlich in Scheckkarten-Format ausgestellt und verfügt über eindeutige Merkmale der Klassenzuordnung (A, B, C, D und E), die in der gesamten EU gleichermaßen anerkannt sind. Die alten „Lappen“ haben dessen ungeachtet ihre Gültigkeit behalten.

Warum hat es Vorteile, den Führerschein in Ungarn zu machen?

In Ungarn werden sehr hohe Anforderungen an den EU-Führerschein gestellt. Die ungarischen Behörden prüfen sehr genau, ob die Person beispielsweise auch wirklich die für die Fahrerlaubnis notwendigen Auflagen erfüllt hat. Daher haben Personen, die den EU-Führerschein in Ungarn machen bessere Chancen, sich gegen die Kontrollen und Ermittlungen deutscher Fahrerlaubnisbehörden zur Wehr zu setzen. Auch ist es für Anwälte leichter, ihren Klienten hilfreich zur Seite zu stehen und deren Interessen wirksam zu vertreten. In bereits mehreren Verfahren unterschiedlicher Verwaltungsgerichte wurde bereits entschieden, dass die EU-Fahrerlaubnis aus Ungarn unter Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften zum EU-Führerschein ausnahmslos anzuerkennen ist.

Wieso ist die Durchfallquote bei der MPU so hoch?

Nur 30% erhalten nach Abschluss der teuren medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU) ein positives Gutachten und damit den Führerschein wieder. Doch woran liegt das? Einerseits bereiten sich die Verkehrssünder häufig nicht genug auf die MPU vor. Dem Psychologen einfach zu erzählen, dass man keinen Alkohol mehr trinkt, einen Drogenentzug gemacht hat oder generell sein Verhalten im Straßenverkehr ändern wird, reicht nicht aus. Es fehlt vielen MPU-Prüflingen an dem nötigen tiefergehenden Verständnis für das eigene Fehlverhalten. Oftmals werden zudem Änderungen in der allgemeinen Lebensweise nicht als notwendig erachtet. Zudem braucht es für ein positives Gutachten auch eine gute Überzeugungsfähigkeit mit stichhaltigen Argumenten.

Sie sind neugierig geworden auf den EU Führerschein ohne MPU, aber möchten noch mehr Informationen beispielsweise über eine mögliche Finanzierung des Europäischen Führerscheins haben – kontaktieren Sie uns und teilen uns Ihr Anliegen gerne mit:

 

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